Wasseraufbereitungs- anlage für Kunststoffrecycling

ABZ Zierler liefert Wasseraufbereitungsanlage mit Sandfang, Trommelsieb, Trommelfilter und Schneckenpresse  für Kunststoffrecycling

Durch das Importverbot von Plastikmüll nach China kommt es in der EU zu einem Überangebot an Kunststoffabfällen, für deren Verwertung zu geringe Kapazitäten  zur Verfügung stehen.  Die Recyclingbranche begegnet dieser Situation mit dem Ausbau ihrer Anlagenkapazitäten. ABZ Zierler hat von 2 namhaften Recyclingunternehmen den Auftrag für den Bau der dazu notwendigen Waschwasseraufbereitungsanlagen bekommen.

Das für den Recyclingprozess verwendete Waschwasser wird in mehreren Stufen von Verunreinigungen befreit. Somit ist sichergestellt, dass im Recyclingprozess eine anhaltend  hohe Qualität des Granulats erreicht werden kann.

Folgende Verfahrensschritte und Anlagen kommen dabei zum Einsatz:

  • Abscheiden von Schwerstoffen durch Sedimentation in einem großzügig bemessenen belüfteten  ABZ Langsandfang mit Sandaustrag und Oberflächenräumer
  • Separieren von Rejekten aus dem Brauchwasser durch ein ABZ Trommelsieb des Typs CenterFlow
  • Brauchwasserfiltration im Teilstrombetrieb mit dem ABZ Trommelfilter MDF um Aufkonzentrationen von Feinstteilen im System zu verhindern
  • Fördern und Entwässern der Rejekte durch eine ABZ Schneckenpresse des Typs HXP HD VE mit dynamischer arbeitender Presszone

Verfahrensbeschreibung Sandfang

Das Abwasser gelangt durch den Zulaufstutzen in den Langsandfang. Der Klassiereffekt wird durch die Vorgabe einer horizontalen Fließgeschwindigkeit erreicht, bei der der schwere Sand am Boden liegenbleibt, während die spezifisch leichteren Stoffe von der Strömung in Schwebe gehalten werden. Der Querschnitt des Langsandfanges ist im oberen Bereich rechteckig und im unteren Teil trapezförmig, wobei der Boden als Spiralfördertrog ausgebildet ist. Die sich absetzenden Stoffe werden von der waagrechten Sandförderspirale in die stirnseitige Steilförderspirale gefördert, welche die Sedimente in einen bauseitigen Container abwirft. Ein Drehschieberverdichter erzeugt Druckluft, die über Membrane in den Sandfang eingebracht wird und das Aufschwimmen der Leichtstoffe unterstützt. Der Oberflächenräumer zieht die aufschwimmenden Leichtstoffe über eine Überfallschwelle in einen angebauten Pumpensumpf. Die gereinigten Prozesswässer fließen über ein Überlaufwehr aus dem Sandfang ab.

Verfahrensbeschreibung CenterFlow Trommelsieb

Die CenterFlow Siebtrommelmaschine CFS ist eine Anlage konstruiert zur Feststoff-Flüssigkeitstrennung im Prozesswasserbereich. In der Einlaufkammer der Maschine wird das einströmende Medium homogenisiert und die Fließgeschwindigkeit reduziert. Die Konstruktion der Einlaufkammer gewährleistet die für einen optimalen Trennprozess erforderliche tangentiale Anströmung der Trommelinnenfläche.

Die Feststoffe, welche größer sind als die Spaltweite der Siebtrommel, werden zurückgehalten. In der Trommel spiralförmig angebrachte Austragflügel gewährleisten bedingt durch die Rotation der Siebtrommel den Feststofftransport zum Abwurfende der Siebtrommel, wo sie in den weiterführenden Spiralförderer abgeworfen werden. Auch sehr hohe Feststofffrachten können durch das Trommelsieb CFS abgetrennt werden.

Die gereinigten Prozesswässer fließen durch das Spaltsieb nach unten ab.

Verfahrensbeschreibung MDF Trommelfilter

Der Micro-Drehfilter MDF dient der Feststoff- Flüssigkeitstrennung im Prozesswasserbereich verschiedenster Industrieabwässer.

Vom Zulaufanschluss des Drehfilters gelangen die Abwässer in die Filtertrommel, welche aus einer mit Edelstahldrahtgewebe bespannten Edelstahlkonstruktion besteht. Die Feststoffe, welche größer sind als die Maschenweite des Filtergewebes, setzen sich am Filtergewebe ab und werden durch die sich drehende Filtertrommel nach oben gefördert. Das Filtrat fließt durch das Filtergewebe nach unten ab und gelangt so wieder in den Kreislauf, bzw. in den Abwasserstrom. Die ausfiltrierten Feststoffe, welche durch die drehende Filtertrommel nach oben befördert worden sind, werden von einer linear aus- und einfahrenden Abreinigungsvorrichtung nach unten abgeblasen. Die herabfallenden Feststoffteile gelangen in die Trommelschnecke und werden aus der Filtertrommel ausgetragen.

Verfahrensbeschreibung HXP HD VE Schenckenpresse

Die Helixpress HXP HD VE dient der Entwässerung und Kompaktierung von diversen Materialien wie Siebgüter aus der Abwasserbehandlung, Produktionsabfällen etc.

Das Feststoff-Wasser-Gemisch gelangt über eine Einwurf-Öffnung in den Trog, wo es von einer Spirale aufgenommen wird. Über einen im Fördertrog integrierten Siebteil fließt Wasser ab und wird gemeinsam mit dem Presswasser in einer Auffangwanne mit Rohranschluss geleitet. Danach sammelt sich das Siebgut in der Vorpresszone, wo es schonend mit leichtem Druck verdichtet und vorentwässert wird. In weiterer Folge wird das Material in die Hochdruckpresszone gefördert, in der mit hohem Druck das Siebgut verdichtet und ausgepresst wird. Durch das Zusammenspiel von Vor- und Hochdruckpresszone lassen sich auch schwierige Stoffe mit hohem Wassergehalt verpressen. Das abgepresste Wasser aus Vor- und Hochdruckpresszone tritt über spezielle Entwässerungsschlitze aus und läuft in die Auffangwanne. Eine eigens für problematische Fördermedien entwickelte, zweigängige Schneckenform garantiert hohe TS-Gehalte, verschleißarmen Lauf und erhöhte Standzeiten. Über eine geregelte Rückhaltevorrichtung wird das Pressgut in die weiterführende Anlage übergeben.

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